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Das riecht nach...

Es ist die typische Handbewegung: Die Kundin oder der Kunde testet ein Produkt auf dem Handrücken und führt die Hand zur Nase. Damit ein Produkt gut ankommt, ist der Geruch oder der Duft erfahrungsgemäss besonders wichtig. Allerdings ist hier ist ein Blick auf die Inhaltsstoffe wichtig.

Vielfach dienen Duftstoffe auch dazu, den Eigengeruch von Creme-Inhaltsstoffen zu überdecken. Die Vielfalt unterschiedlicher Düfte ist heute grösser denn je. Selbst Noten, die an Lebensmittel erinnernden wie Karamell, Schokolade, Vanille, Lebkuchen, definierte Obst- und Fruchtsorten, die früher undenkbar gewesen wären, erfreuen sich heute grosser Beliebtheit.

Zahlenmässig übertreffen die Hilfsstoffe nicht selten die Summe der Basis- und Wirkstoffe in der INCI-Liste. Hier wird es für den Nichtfachmann schwierig. Die INCI-Bezeichnung Perfume (Parfüm) steht für ein Stoffgemisch von nicht selten mehr als hundert, im Einzelnen nicht deklarierten Einzelkomponenten. Darunter befinden sich niedrigmolekulare Verbindungen, die leicht in die Haut penetrieren. Daher überrascht es nicht, dass Parfümöle heute die Hitliste der Allergieauslöser anführen. Dermatologen empfehlen daher für besonders empfindliche Haut unparfümierte Produkte.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, Pflegecremes aufgrund des Allergiepotenzials duftstofffrei zu gestalten und das Parfüm am Schluss nach der Pflegecreme aufzutragen. So ist die Gefahr gemindert, dass allergene Bestandteile in die Haut penetrieren. Ausserdem kann sich das Parfüm an der Hautoberfläche frei entfalten.

Bei empfindlicher Haut sollte generell auf alle zusätzlich belastenden Parfümstoffe, Konservierungsmittel, Emulgatoren, Mineralöle und Silikone in Hautpflegemitteln verzichtet werden.

Veröffentlicht am 19/04/2020

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